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Politik 05.06.2026, 06:00 Aktualisiert: 05.06.2026, 23:01

Kremlchef Putin lehnt Selenskyjs Treffangebot scharf ab

Putin sieht 'keinen Sinn' in Treffen mit Selenskyj.

Wichtige Fakten

  • Putin sieht 'keinen Sinn' in Treffen mit Selenskyj.
  • Ukrainische Drohne trifft fünf Schiffe im Asowschen Meer.
  • Kämpfe fordern 13 Tote und 70 Verletzte in der Ukraine.

Putin weist direkte Gespräche zurück

Kremlchef Wladimir Putin hat den Vorschlag von Präsident Wolodymyr Selenskyj für ein persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges erneut abgelehnt. Auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg sagte Putin, er sehe „keinen Sinn“ in einem Treffen und bezeichnete Selenskyjs offenen Brief als „unverschämt“. Stattdessen forderte er das russische Militär auf: „An die Arbeit, Brüder!“ Er bekräftigte, dass Moskau seine Kriegsziele erreichen werde, darunter die Einnahme des gesamten Donbass und die Abtretung der Gebiete Cherson und Saporischschja durch Kiew.

Selenskyj zeigt sich enttäuscht

Selenskyj bedauerte die Ablehnung Putins und sagte: „Leider wählt die russische Seite erneut den Krieg.“ Er forderte verstärkten internationalen Druck auf Russland. Zuvor hatte Selenskyj in seinem Brief direkte Verhandlungen vorgeschlagen, mögliche Orte waren die Schweiz, die Türkei oder ein arabischer Staat. International stieß seine Initiative auf positive Resonanz, etwa bei Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump. Ein Spitzentreffen in London am Sonntag soll die weitere Unterstützung der Ukraine abstimmen.

Erneute Angriffe und Schiffsangriffe

Unterdessen hielten die Kriegshandlungen an. Bei russischen Angriffen kamen nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Zivilisten ums Leben, weitere wurden verletzt. Die Ukraine meldete erfolgreiche Angriffe auf fünf russische Schiffe im Asowschen Meer und in besetzten Häfen, die mutmaßlich Getreide und Militärgüter transportierten. Nach russischen Angaben kamen dabei fünf aserbaidschanische Seeleute ums Leben.

Gefangenenaustausch

Russland und die Ukraine tauschten insgesamt 185 Kriegsgefangene aus. Moskau übergab ukrainische Soldaten, Kiew ließ russische Kriegsgefangene frei. Neben den Soldaten kam nach ukrainischen Angaben auch ein Zivilist frei.

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