Selenskyjs Treffangebot: Putin lehnt direkte Gespräche ab
Wichtige Fakten
- • Putin lehnt Selenskyjs Treffvorschlag als sinnlos ab.
- • Selenskyj bot Treffen in der Schweiz, Türkei oder arabischen Staaten an.
- • Bei Drohnenangriff nahe Kiew starben vier Arbeiter einer Fabrik.
- • Russland und Ukraine tauschten 185 Kriegsgefangene aus.
- • Deutschland und EU begrüßen Selenskyjs Initiative, Kreml bleibt ablehnend.
Putin weist Selenskyjs Treffangebot zurück
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem offenen Brief an Wladimir Putin ein persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges vorgeschlagen. Als mögliche Orte nannte er die Schweiz, die Türkei oder arabische Länder. Putin jedoch lehnte das Angebot auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg ab: Er sehe „keinen Sinn“ in einem Treffen und kritisierte den Brief als „unverschämt“. Stattdessen forderte er sein Militär auf: „An die Arbeit, Brüder!“
Positive Reaktionen aus Europa und den USA
Im Gegensatz zu Putin begrüßte Bundeskanzler Friedrich Merz Selenskyjs Initiative als erneutes Signal für Gesprächsbereitschaft. Auch EU-Sprecherin Anitta Hipper und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützten den Vorstoß. US-Präsident Donald Trump fand die Idee eines Treffens „großartig“. Ein geplantes Spitzentreffen in London am Sonntag mit Macron, Starmer, Merz und Selenskyj soll die weitere Unterstützung und den Druck auf Russland koordinieren.
Tödliche Drohnenangriffe und Gefangenenaustausch
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen setzte Russland seine Angriffe fort. Bei einem Drohnenangriff auf eine Lebensmittelfabrik nahe Kiew kamen vier Menschen ums Leben, sieben wurden verletzt. Insgesamt registrierte die Ukraine 216 Drohnen, von denen 198 abgefangen wurden. In den Regionen Saporischschja, Cherson und Dnipropetrowsk gab es drei weitere Tote. Unterdessen tauschten Russland und Ukraine 185 Kriegsgefangene aus, wobei ein Zivilist freikam.
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