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International 09.06.2026, 05:00 Aktualisiert: 09.06.2026, 06:01

Selenskyj: Russland verliert die Initiative im Krieg

Ukraine setzt lange Drohnenangriffe auf St. Petersburg und Krim ein.

Wichtige Fakten

  • Ukraine setzt lange Drohnenangriffe auf St. Petersburg und Krim ein.
  • Russlands Ostvorstoß kommt laut Selenskyj fast zum Stillstand.
  • Kreml soll monatlich über 30.000 Soldaten verlieren.
  • Selenskyj bietet Europa Aufklärung über Drohnenkrieg an.
  • Patriot-Systeme fehlen; Europa soll Alternative zu USA bauen.

In einem Interview mit dem Guardian zeigt sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuversichtlich: Mehr als vier Jahre nach der russischen Invasion wende sich der Krieg langsam zugunsten der Ukraine. Russland verliere täglich an Initiative, so Selenskyj. Als Belege führt er ukrainische Drohnenangriffe auf St. Petersburg und die Krim an, die Treibstoffknappheit verursachten. Gleichzeitig komme der russische Vormarsch im Osten zum Erliegen. Moskau verliere monatlich über 30.000 Soldaten, davon 23.000 bis 24.000 Tote. Selenskyj betont, dass Russlands Zerstörungskraft anhalte: Kürzlich griffen 73 Raketen und 656 Drohnen ukrainische Städte an, darunter Kiew und Dnipro, wobei 18 Menschen starben.

International erleide Russland diplomatische Niederlagen, etwa bei Wahlen in Ungarn, Moldau und Armenien. Selenskyj bezeichnet Putin als isoliert und warnt vor dessen Lügen. Zugleich lobt er US-Präsident Donald Trump für diplomatische Bemühungen, bemängelt aber die reduzierte Unterstützung. Ukrainische Drohnenexperten verfügten über „unbezahlbare Informationen“, die sie mit europäischen Partnern teilen wollen. Europa solle Alternativen zu den teuren US-Patriot-Systemen schaffen. Selenskyj errinnert an weite Teile der Europäischen Union zur Kooperation. Den Fokus der USA auf den Nahen Osten löst Skepsis bei ihm aus. Hinsichtlich der Frontlinien ist der Ukraine eine Begrenzung menschlicher Verluste wichtig; gleichzeitig bemüht sich Kiew dort weiterhin um Offensiven.

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