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Studie deckt tief verwurzelte Missbrauchsfälle bei DPSG auf
Eine Studie der Universitäten Marburg und Gießen deckt zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt bei der DPSG auf.
Wichtige Fakten
- • Eine Studie der Universitäten Marburg und Gießen deckt zahlreiche Fälle sexualisierter Gewalt bei der DPSG auf.
- • Jede fünfte befragte Person erlebte körperliche sexualisierte Gewalt.
- • Die Täter sind überwiegend männliche Leiter, die ihre Vertrauensposition ausnutzen.
- • Gewalt tritt besonders auf gemeinsamen Fahrten und Lagern auf.
- • Der Verband plant strukturelle Veränderungen und einfachere Meldewege für Betroffene.
- • Der Untersuchungsbericht beschreibt auch erzwungenen Geschlechtsverkehr als selten, jedoch existieren krasse Einzelfälle.
- • Opfer berichten von emotionalem Druck, intime Fotos zu senden.
- • Die DPSG plant, gewaltbegünstigende Strukturen zu beseitigen.
Neue Erkenntnisse aus einer Untersuchung der Universitäten Marburg und Gießen zeigen, dass die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) von tief verwurzelten Missbrauchsfällen betroffen ist. Die Forscher entdeckten zahlreiche Fälle von sexualisierter Gewalt, die bis auf die Gründung des Verbands im Jahr 1929 zurückreichen. Besonders sind Pfadfinder auf Fahrten und Lagern gefährdet, da hier häufig männliche Leiter ihre Machtpositionen ausnutzen. Neben körperlicher Gewalt wurden auch verbale Übergriffe und emotionaler Druck festgestellt, bei dem Opfer zur Zusendung intimer Fotos genötigt wurden. Während erzwungene Geschlechtsverkehre selten sind, wurden doch krasse Einzelfälle dokumentiert. Ein bekannt gewordener Fall betrifft Lina aus dem Münsterland, die von einem Übergriff durch einen älteren Leiter berichtet. Die DPSG plant tiefgreifende Reformen und Maßnahmen zur Prävention, um ein sichereres Umfeld zu schaffen.
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