Siegmund will Regieren: AfD-Spitzenkandidat setzt auf Wirtschaftserfahrung
Wichtige Fakten
- • Siegmund führte CDU- und Kirchenaustritt auf Euro-Rettung und Institutionen zurück. (16 Wörter)
- • Er fordert „Remigrationsoffensive“ und Abschiebehaft in regulären Gefängnissen. (8 Wörter)
- • Verfassungsschutz stuft AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. (9 Wörter)
- • Beim Potsdamer Treffen 2023 hielt Siegmund Vortrag zur „Vision 2026“. (11 Wörter)
- • Sein älterer Bruder sitzt parteilos im Stadtrat, Vater arbeitet für AfD. (14 Wörter)
Wahlkampf mit Wirtschaft
Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, will Ministerpräsident werden. Sein Weg begann nicht in der Politik, sondern in der Wirtschaft: Abitur nach der 11. Klasse, kaufmännische Ausbildung, Jahre im Außendienst und später ein berufsbegleitendes Studium in BWL und Wirtschaftspsychologie. Diese Erfahrungen nutzt er, um als charismatischer Verkäufer der AfD-Ideologie aufzutreten – stets betont er den direkten Kontakt zum Kunden und das „Lagerfegen“ statt theoretischer Abschlüsse. Seine politische Karriere startete bürgerlich bei der CDU, doch die Euro-Rettungspolitik trieb ihn 2013 zur AfD.
Rechtsextreme Netzwerke
Der AfD-Landesverband in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. In Siegmunds Umfeld finden sich Personen wie Pressesprecher Patrick Harr und Justiziar Laurens Nothdurft, die beide Funktionäre der verbotenen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) waren. Siegmund selbst hielt beim Potsdamer Treffen 2023 einen Vortrag, den er heute als „Kaffeekränzchen“ verharmlost. Sein Programm fordert eine „Remigrationsoffensive“ mit Abschiebehaft und Leistungskürzungen, die Rechtsexperten als verfassungswidrig einstufen.
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