AfD vor Regierungsübernahme: Extremismusforscher warnt vor bundesweiter Normalisierung
Wichtige Fakten
- • AfD Sachsen-Anhalt gilt als gesichert rechtsextremistisch.
- • Im DeutschlandTrend erreicht AfD historischen Höchstwert 2026.
- • Quent sieht Illusion gelungener NS-Aufarbeitung in Trümmern.
- • AfD-Regierung könnte Bundespolitik blockieren, so Forscher.
- • Studien zeigen: AfD-Regierung hätte ökonomische Nachteile.
Analyse der Lage in Sachsen-Anhalt
Der Extremismusforscher Matthias Quent sieht in der AfD Sachsen-Anhalt eine der extremsten Rechtsaußenparteien Europas, die realistisch um Regierungsverantwortung konkurriert. Der Landesverfassungsschutz stuft den Verband als gesichert rechtsextremistisch ein, eine Trennung zwischen extremistisch und gemäßigt sei nicht erkennbar. Quent warnt davor, den Aufstieg als ostdeutsche Besonderheit zu verharmlosen: Auch bundesweit erreicht die AfD im August 2026 einen historischen Höchstwert im ARD-DeutschlandTrend.
Gründe für den Erfolg der AfD
Quent führt den Erfolg auf Unzufriedenheit mit der Bundespolitik zurück, das nachlassende Protestpotenzial des BSW und die Übernahme von Verantwortung durch etablierte Parteien für Globalisierung und Krisen. Die AfD biete emotionale Repräsentation für Milieus mit Kontrollverlust und kultureller Entwertung. Gleichzeitig profitiert sie von kommunaler Präsenz und sozialer Verankerung.
Folgen einer Regierungsbeteiligung
Eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt würde die Partei bundesweit stärken und normalisieren, so Quent. Sie könnte im Bundesrat und durch Ministerkonferenzen Bundespolitik blockieren oder chaotisieren. Dies würde ihrer Strategie dienen, das System als dysfunktional darzustellen. Quent sieht darin eine Zwischenstation auf dem Weg zur Bundesregierung 2029.
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