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Wirtschaft 14.08.2026, 03:40 Aktualisiert: 14.08.2026, 10:02

Spritpreise: Grüne fordern Übergewinnsteuer, doch Entspannung bleibt aus

Grüne fordern Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.

Wichtige Fakten

  • Grüne fordern Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne.
  • Dieselpreis stieg seit Juli um 34 Cent je Liter.
  • Raffinerieausfälle und Hormus-Blockade sorgen für Knappheit.
  • Rhein-Niedrigwasser erhöht Transportkosten für Sprit.
  • ADAC hält Spritpreisniveau für zu hoch.

Hintergrund der Preissteigerungen

Die Spritpreise in Deutschland sind in den vergangenen Wochen erneut gestiegen, insbesondere bei Diesel – laut ADAC ein seit Wochen zu hohes Niveau. Haupttreiber sind der jüngste Anstieg des Ölpreises wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran und die anhaltende Dürre mit niedrigen Rheinpegeln, die den Transport von Kraftstoffen auf Tankschiffen einschränkt und Logistikkosten erhöht.

Grüne fordern Übergewinnsteuer und Stromsteuersenkung

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge spricht von „Abzocke“ und fordert eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Die Einnahmen sollen über eine Stromsteuersenkung an die Haushalte zurückgegeben werden. Sie verweist auf bis zu acht Milliarden Euro Übergewinne, die bis Jahresende erwartet werden und bis zu drei Milliarden Euro Steuereinnahmen bringen könnten. Die Bundesregierung sei untätig und die eingesetzte Taskforce habe versagt.

Marktlage: Rohöl fällt, Raffinerien als Nadelöhr

Trotz deutlich gefallenem Rohölpreis (Brent liegt über 30 Dollar unter seinem Kriegshoch) bleiben Spritpreise hoch, weil Tankstellen kein Rohöl, sondern fertige Produkte kaufen und die Raffineriemargen (Crack-Spreads) auf Rekordniveau liegen. Weltweit sind Kraftstoffe knapp: Iran-Krieg beschädigte Raffinerien, ukrainische Drohnen trafen russische Anlagen, Russland stoppte Dieselexporte. Die USA als großer Exporteur sind nahezu ausgelastet. Hinzu kommt die Blockade der Straße von Hormus sowie der hohe Diesel-Crack-Spread.”

, sowie die Exportstopps trügen dazu bei, dass die Lage bis ins nächste Jahr angespannt bleibe.

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