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Politik 15.05.2026, 04:37 Aktualisiert: 15.05.2026, 10:03

Druck auf Starmer wächst: Burnham macht Weg für Führungsherausforderung frei

Bis zu 89 Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rücktritt.

Wichtige Fakten

  • Bis zu 89 Labour-Abgeordnete fordern Starmers Rücktritt.
  • Andy Burnham hat durch Mandatsverzicht den Weg für eine Nachwahl geebnet.
  • Wes Streeting trat zurück, ohne den Parteivorsitz anzustreben.
  • Angela Rayner wurde von HMRC entlastet und könnte kandidieren.
  • Neuer Gesundheitsminister James Murray und Finanzstaatssekretärin Lucy Rigby.

Wachsender Druck auf Premierminister Starmer

Der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer wächst: Nach dem Rücktritt von Gesundheitsminister Wes Streeting forderten knapp 90 Labour-Abgeordnete seinen Rücktritt. Streeting untermauerte jedoch, nicht um den Parteivorsitz kämpfen zu wollen, auch wegen schwacher Umfragewerte in der Labour-Basis. Starmer ernannte James Murray zum neuen Gesundheitsminister und Lucy Rigby zur Chefsekretärin im Finanzministerium. Trotz öffentlicher Loyalitätsbekundungen von Ministern wie Steve Reed bleibt Starmers Position gefährdet, während potenzielle Nachfolger antreten.

Andy Burnham als aussichtsreichster Herausforderer

Der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, hat durch den Mandatsverzicht von Labour-Abgeordnetem Josh Simons die Chance auf eine Nachwahl im Wahlkreis Makerfield und damit auf ein Parlamentsmandat. Dies ist nötig, um gegen Starmer antreten zu können. Das Nationale Exekutivkomitee der Partei muss seine Kandidatur noch bestätigen, nachdem er zuvor bei einer anderen Nachwahl blockiert worden war.

Weitere Kandidaten im Rennen

Neben Burnham könnten sich auch die ehemalige stellvertretende Premierministerin Angela Rayner, die von der Steuerbehörde entlastet wurde, sowie Energieminister Ed Miliband oder Innenministerin Shabana Mahmood bewerben. Auch Verteidigungsminister Al Carns wird genannt. Die Finanzmärkte reagierten nervös: Britische Anleiherenditen stiegen, das Pfund fiel auf ein Fünf-Wochen-Tief, aus Sorge vor höherer Neuverschuldung unter einem neuen Premier.

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