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International 18.07.2026, 01:21 Aktualisiert: 18.07.2026, 23:01

Siebte Nacht der Angriffe: Iran-Krieg eskaliert trotz internationaler Vermittlungsversuche

2 US-Soldaten in Jordanien getötet, einer vermisst.

Wichtige Fakten

  • 2 US-Soldaten in Jordanien getötet, einer vermisst.
  • Iran droht bei zwei weiteren Tagen Angriffen mit 'Zerstörungsoperationen'.
  • Rahmenabkommen von Juni durch Iran ausgesetzt.
  • 46 Tote und über 400 Verletzte auf iranischer Seite.
  • US-Tanker unter Beschuss; Blockade der Straße von Hormus völkerrechtlich umstritten.

Diplomatische Bemühungen gescheitert

Die USA und der Iran liefern sich die siebte Nacht in Folge Luftangriffe – die vereinbarte Waffenruhe vom Juni ist damit endgültig gescheitert. Der Iran setzte offiziell das Mitte Juni geschlossene Rahmenabkommen aus. US-Präsident Donald Trump hatte den Druck erhöht, nachdem die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus weiter blockiert wurde.

Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur

Die US-Streitkräfte bombardierten weiter iranische Überwachungsanlagen und militärische Infrastruktur – trafen dabei aber auch Brücken, einen Flughafen und eine Meerwasserentsalzungsanlage. Mindestens 46 Menschen starben laut iranischen Angaben, über 400 wurden verletzt. Etwa 10.000 Menschen in der Provinz Hormozgan haben kein Trinkwasser mehr. Iranische Medien berichten von Explosionen in Sirik, Bandar Abbas, Ahvaz und Yazd und werfen den USA Kriegsverbrechen vor.

Vergeltung Irans trifft auch Jordanien

Der Iran setzte seine Vergeltungsschläge fort: Die Golfkooperationsstaaten fordern ein Ende der Angriffe. Kuwait und Bahrain wurden erneut getroffen. Besonders schwerwiegend war ein Angriff in Jordanien, bei dem zwei US-Soldaten getötet wurden und ein weiterer vermisst wird. Irans Revolutionsgarden behaupten, zwei US-Kampfjets und drei weitere Flugzeuge in Jordanien zerstört zu haben – das US-Regionalkommando CENTCOM wies das jedoch zurück.

Blockade der Straße von Hormus völkerrechtlich zulässig?

Seit dem gestrigen Dienstag verhängen die USA erneut eine Seeblockade gegen iranische Häfen und haben bereits einen Tanker beschossen, der versuchte, die Blockade zu durchbrechen. Völkerrechtler betonen: Eine Blockade ist zwar möglich, darf aber nicht die gesamte Straße von Hormus umfassen. Zusätzlich wurde eine US-Maut von etwa 20 Prozent des Frachtwerts vereinbart, die jedoch nach überwiegender Rechtsauffassung gegen Völkergewohnheitsrecht verstößt.

Situation spitzt sich zu – Ölpreise und regionale Sicherheit betroffen

Am heutigen Mittwoch warnten die USA vor einer schon bevorstehenden Eskalation. Der Militärkonflikt hatte begonnen, nachdem das Juni-Rahmenabkommen gescheitert war: Washington und Teheran konnten sich nicht auf eine Öffnung der Meerenge für die internationale Schifffahrt einigen. Nun droht der Iran mit 'umfassenden Offensiv- und Zerstörungsoperationen' und stellt den USA ein Ultimatum von zwei Tagen. Analysten halten eine gegenseitige Fehleinschätzung für wahrscheinlich.

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