Veteranentag: Psychische Folgen deutscher Soldaten im Fokus
Wichtige Fakten
- • Veteranen kritisieren mangelnde Unterstützung bei psychischen Problemen.
- • 30 Prozent der PTBS-Anträge werden abgelehnt.
- • Bürokratische Hürden erschweren Zugang zu Hilfsangeboten.
- • Deutschland hat rund zehn Millionen Veteranen.
- • Erster Veteranentag am 15. Juni 2024 eingeführt.
Diskussion um psychische Folgen von Auslandseinsätzen
Am 15. Juni wird in Deutschland der Veteranentag begangen, um ehemalige Soldatinnen und Soldaten zu ehren. Im Fokus stehen dabei die psychischen Belastungen, die viele von ihnen aus Auslandseinsätzen mitbringen. Veteranen wie Bernhard Drescher berichten von Panikattacken und posttraumatischen Belastungsstörungen, die erst Jahre später auftreten. Besonders problematisch sei die Situation für ehemalige Zeitsoldaten, die außerhalb der Bundeswehr schwer an angemessene Hilfe kommen.
Ex-Soldatinnen und -Soldaten kritisieren zudem bürokratische Hürden bei der Anerkennung ihrer Leiden. Eine NDR-Recherche zeigt, dass rund 30 Prozent der Anträge auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung wegen psychischer Erkrankungen abgelehnt werden. Sowohl Drescher als auch seine Mitstreiterin Dunja Neukam bemängeln das Festhalten an traditionellen Rollenbildern innerhalb der Truppe, die es schwer machten, psychische Schwächen zuzugeben.
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