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Inland 20.08.2026, 09:46 Aktualisiert: 20.08.2026, 12:02

Brandanschlag von 1970: Neonazi als Täter identifiziert

Generalstaatsanwaltschaft sieht Täter in verstorbenem Neonazi.

Wichtige Fakten

  • Generalstaatsanwaltschaft sieht Täter in verstorbenem Neonazi.
  • Zeugenaussage und Täterprofil stützen die Identifizierung.
  • Täter starb 2020, Verfahren eingestellt.
  • Am 13. Februar 1970 starben sieben Holocaust-Überlebende.

Historischer Anschlag

Mehr als 56 Jahre nach dem Brandanschlag auf ein jüdisches Seniorenheim in München ist die Generalstaatsanwaltschaft überzeugt, die Tat aufgeklärt zu haben. Ein damals 25-jähriger rechtsextremer Deutscher soll das Feuer gelegt haben, wie die Behörde mitteilte. Das Gebäude der Israelitischen Kultusgemeinde wurde am 13. Februar 1970 mit einem Benzingemisch angezündet, wobei sieben Holocaust-Überlebende starben und 15 weitere verletzt wurden.

Ermittlungen wieder aufgenommen

Der Fall wurde 2017 vom Generalbundesanwalt eingestellt, aber nach einem neuen Hinweis aus der Bevölkerung im April 2025 von der Generalstaatsanwaltschaft München wieder aufgenommen. Eine Zeugin berichtete von einem Verwandten, der engen Kontakt zum Tatverdächtigen gehabt habe. Nach Auswertung archivierter Akten und Zeugenvernehmungen sieht die Behörde "belastbare Gründe" für die Täterschaft des Mannes, der als rechtsextrem und antisemitisch bekannt war. Er soll kurz vor der Tat geäußert haben, die Juden anzünden zu wollen.

Täterprofil und weitere Indizien

Die Ermittler stützten sich auch auf ein Täterprofil der Operativen Fallanalyse sowie auf Zeugenaussagen, wonach der Verdächtige Hitler-Reden auf Schallplatten hörte und Schießübungen am Obersalzberg durchführte. Ein früherer Mitschüler beschrieb dessen Judenfeindschaft als prägend. Ob der Mann allein handelte oder Helfer hatte, blieb unklar, doch ergaben sich keine belastbaren Hinweise auf weitere Beteiligte.

Juristische Grenzen

Eine abschließende juristische Aufklärung ist unmöglich, da der Tatverdächtige 2020 starb. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt, ein Prozess kann nicht mehr stattfinden.

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