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International 02.03.2026, 03:54 Aktualisiert: 02.03.2026, 18:06

Israelische Luftangriffe im Libanon: Eskalation nach Hisbollah-Raketen und Evakuierung von Dörfern

Israel griff als Reaktion auf Hisbollah-Raketen Ziele im Libanon an, wobei mindestens 31 Menschen getötet wurden.

Wichtige Fakten

  • Israel griff als Reaktion auf Hisbollah-Raketen Ziele im Libanon an, wobei mindestens 31 Menschen getötet wurden.
  • Die Hisbollah feuerte erstmals seit der Waffenruhe 2024 Raketen auf Israel und begründete dies mit der Tötung von Ajatollah Ali Chamenei.
  • Im Libanon wurde die Bevölkerung in fast 50 Dörfern zur Evakuierung aufgerufen, was zu langen Autoschlangen und Fluchtbewegungen führte.
  • Israels Generalstabschef Ejal Zamir erklärte, die Hisbollah trage 'die volle Verantwortung für jede Eskalation'.
  • Eine weitere pro-iranische Miliz griff einen US-Stützpunkt im Irak an und nannte Vergeltung für Chameneis Tod.

Israelische Luftangriffe im Libanon als Reaktion auf Hisbollah-Raketen

Israel hat als Reaktion auf Raketenangriffe der pro-iranischen Hisbollah-Miliz Luftschläge auf Ziele im Libanon durchgeführt, wobei laut libanesischen Angaben mindestens 31 Menschen getötet und 149 verletzt wurden, hauptsächlich im Süden des Landes. Das israelische Militär griff Stellungen im Südlibanon, im Bekaa-Tal sowie die südlichen Vororte von Beirut an, wobei auch ranghohe Hisbollah-Mitglieder getroffen worden sein sollen. Augenzeugen berichteten von dutzenden Explosionen, die Gebäude in Flammen setzten und eine Massenflucht auslösten.

Hintergrund der Eskalation und regionale Auswirkungen

Die Hisbollah hatte zuvor Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert, was sie als Vergeltung für die Tötung des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei und für wiederholte israelische Aggressionen bezeichnete, und dies ist der erste Angriff seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024. Israel reagierte mit Evakuierungsaufforderungen für die Bevölkerung in fast 50 Dörfern im Libanon, was zu langen Autoschlangen führte, und mobilisierte 100.000 Reservisten. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam verurteilte die Hisbollah-Angriffe als 'unverantwortlich' und warnte davor, dass das Land in neue Abenteuer gezogen werde.

Weitere regionale Entwicklungen und diplomatische Spannungen

Eine weitere mit dem Iran verbündete Miliz griff nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der irakischen Hauptstadt Bagdad an, was als Vergeltung für Chameneis Tod bezeichnet wurde. Die libanesische Regierung hielt nach den israelischen Vergeltungsangriffen eine Krisensitzung ab, an der auch Armeechef Rudolph Haikal teilnahm, um über Maßnahmen angesichts der volatilen Lage zu beraten. Trotz früherer Zusicherungen des US-Botschafters, dass Israel nicht gegen den Libanon eskalieren werde, solange es keine feindseligen Handlungen gebe, hat sich die Situation deutlich verschärft.

Auswirkungen auf die libanesische Bevölkerung und politische Reaktionen

In Beirut herrscht Chaos, da viele Menschen aus Panik vor weiteren Luftangriffen aus dem Süden der Hauptstadt in das Zentrum fliehen, während Familien an der Mittelmeer-Promenade Schutz suchen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun kritisierte die Raketenangriffe der Hisbollah scharf und warnte, dass sie alle Bemühungen untergraben, das Land aus der militärischen Konfrontation herauszuhalten. Experten wie der ägyptische Politikexperte Mohamed Abbas Nagi sehen die Hisbollah-Angriffe als bewusste Provokation, die eine gewaltsame israelische Reaktion auslösen wird.

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