EU-Kommission stellt Strategie zur Armutsbekämpfung vor
Wichtige Fakten
- • Jeder fünfte EU-Bürger ist armutsgefährdet.
- • Jedes vierte Kind in der EU ist betroffen.
- • Die Strategie setzt auf Wohnraum, Bildung und Inklusion.
- • Umsetzung liegt bei den Mitgliedsländern, kein Extra-Geld.
- • Empfehlungen: Frühwarnsysteme, kostenloses Schulessen.
Armut in der EU: Kommission legt Strategie vor
Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie zur Armutsbekämpfung vorgestellt. Laut Angaben der EU gilt jeder fünfte Mensch in der Europäischen Union als armutsgefährdet, bei Kindern ist es sogar jedes vierte. Das große Ziel: Bis 2050 soll die Armut in der EU vollständig beseitigt werden.
Drei zentrale Handlungsfelder
Die Strategie konzentriert sich auf drei Bereiche. Erstens sollen die Mitgliedstaaten mehr bezahlbaren und sozialen Wohnraum schaffen, sowie Frühwarnsysteme und Beratungen, um drohenden Wohnungsverlust zu verhindern. Zweitens wird die Bekämpfung von Kinderarmut durch bessere Bildungs- und Betreuungsangebote sowie kostenloses Schulessen gefordert. Drittens soll die Inklusion von Menschen mit Behinderung verbessert werden, etwa durch barrierefreies Reisen.
Umsetzung liegt bei den Mitgliedern
Die Strategie besteht jedoch vor allem aus Empfehlungen, da die Sozialpolitik weiterhin in der Verantwortung der einzelnen EU-Staaten liegt. Zusätzliche Finanzmittel von der EU-Kommission sind nicht vorgesehen; stattdessen sollen bestehende Fonds besser genutzt werden. Nun müssen die Mitgliedsländer über die Vorschläge beraten.
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