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Inland 08.03.2026, 04:15 Aktualisiert: 08.03.2026, 15:03

Frauentag 2026: Massenproteste in Berlin und Forderungen nach Gleichstellung

Fast drei Viertel der Mütter arbeiten in Teilzeit, oft unfreiwillig.

Wichtige Fakten

  • Fast drei Viertel der Mütter arbeiten in Teilzeit, oft unfreiwillig.
  • Der Gender Pay Gap beträgt in Deutschland durchschnittlich 16 Prozent.
  • Über 20.000 Menschen demonstrierten am Oranienplatz in Berlin für Gleichstellung.
  • Für Montag sind weitere Demonstrationen unter dem Motto 'Frauenstreiktag' geplant.
  • In Brandenburg finden im März 248 Veranstaltungen zu Frauenrechten statt.

Forderungen zum Frauentag

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Bundesfrauenministerin Karin Prien haben zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 weitere Anstrengungen zur Umsetzung von Frauenrechten gefordert. Bas wies auf mangelnde Gleichstellung im Alltag hin, insbesondere dass fast drei Viertel der Mütter in Teilzeit arbeiten, oft nicht freiwillig, und betonte den Gender Pay Gap von durchschnittlich 16 Prozent sowie die Unterrepräsentation von Frauen in Technologiebereichen. Für sie ist Gleichstellung eine Frage des Respekts und der Zukunftsfähigkeit des Landes.

Massenproteste in Berlin

Zum Internationalen Frauentag gingen in Berlin zahlreiche Menschen für mehr Gleichstellung auf die Straße. Am Oranienplatz in Kreuzberg versammelten sich nach Polizeiangaben bereits über 20.000 Menschen, mit weiterem Zulauf. Der Demonstrationszug zog am Nachmittag zum Roten Rathaus. Weitere Demonstrationen wie der "Purple Ride" mit mehreren hundert Teilnehmern, "Feminism Unlimited" mit erwarteten 3.000 Demonstrantinnen und "8. März International" mit 1.200 erwarteten Teilnehmerinnen fanden statt. Kleinere Kundgebungen gab es am Alexanderplatz und Gesundbrunnencenter.

Weitere Aktivitäten und Ausblick

In Brandenburg sind die 36. Brandenburgischen Frauenwochen mit dem Motto "WTF - Wut trifft Feminismus" gestartet, mit 248 Veranstaltungen im gesamten Monat März, organisiert von kommunalen Gleichstellungsbeauftragten. Für den Montag nach dem Frauentag sind in Berlin weitere Demonstrationen unter dem Motto "Frauenstreiktag" angemeldet, darunter ein "Globaler Frauen*streik" am Brandenburger Tor mit erwarteten 5.000 Teilnehmerinnen. Die Initiative "Töchterkollektiv" plant eine Kundgebung am Bebelplatz mit ebenfalls 5.000 erwarteten Teilnehmenden.

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