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International 09.02.2026, 11:47 Aktualisiert: 09.02.2026, 20:08

Sturmserie 'Marta' verschärft humanitäre Krise in Marokko und Südeuropa

Sturmtief 'Marta' forderte in Marokko mindestens vier Tote durch Sturzfluten, darunter drei Kinder und ein Mann.

Wichtige Fakten

  • Sturmtief 'Marta' forderte in Marokko mindestens vier Tote durch Sturzfluten, darunter drei Kinder und ein Mann.
  • Über 150.000 Menschen wurden in Marokko evakuiert; viele leben in Notunterkünften oder fliehen auf eigene Faust.
  • In Portugal starben insgesamt 13 Menschen durch die Sturmserie; der wirtschaftliche Schaden wird auf über vier Milliarden Euro geschätzt.
  • Die Stadt Ksar-el-Kebir in Marokko ist fast vollständig evakuiert, menschenleer und steht unter Wasser; Staudämme sind übervoll.
  • Die Wetterlage soll sich Mitte der Woche entspannen, doch die Gefahr von Erdrutschen und weiteren Überschwemmungen bleibt hoch.

Sturmserie 'Marta' verschärft humanitäre Krise in Marokko

Die schweren Überschwemmungen in Südeuropa und Nordafrika durch das Sturmtief 'Marta' haben zu einer humanitären Krise in Marokko geführt, wo über 150.000 Menschen evakuiert wurden. Mindestens vier Menschen, darunter drei Kinder und ein Mann, starben, als ihr Auto von Sturzfluten mitgerissen wurde. Die Stadt Ksar-el-Kebir im Nordwesten des Landes ist fast vollständig evakuiert, menschenleer und steht unter Wasser, während viele Bewohner auf eigene Faust in Notunterkünfte oder private Unterkünfte fliehen mussten, wo sie oft ohne ausreichende Versorgung mit Decken und Lebensmitteln leben.

Katastrophenhilfe und wirtschaftliche Folgen

Das marokkanische Militär hat Zeltstädte aufgebaut, und der Verein für Zivilschutz bietet in umfunktionierten Festsälen warme Mahlzeiten an, wobei Freiwillige bis zu tausend Menschen pro Tag versorgen. Dennoch appellieren Betroffene an Behörden und Zivilgesellschaft, sich auch um diejenigen zu kümmern, die selbstständig geflohen sind. In Portugal stieg die Zahl der Todesopfer durch die Sturmserie auf insgesamt 13, mit Hunderten Verletzten bei Aufräumarbeiten. Der wirtschaftliche Schaden wird vom Wirtschaftsminister auf mehr als vier Milliarden Euro geschätzt, und das Militär unterstützt weiterhin die Katastrophenschutzkräfte.

Anhaltende Gefahren und Klimawandel

Viele Regionen sind noch immer überflutet, und Staudämme sind übervoll, was kontrollierte Wasserablässe und steigende Flusspegel erforderlich macht. Das Risiko für Erdrutsche bleibt hoch, obwohl sich die Wetterlage gegen Mitte der Woche entspannen soll. Experten bringen die Häufung solcher Extremwetterereignisse mit dem fortschreitenden Klimawandel in Verbindung, der zu häufigeren Starkwetterereignissen führt. Bereits im Dezember hatte es bei Überschwemmungen im Süden Marokkos 37 Tote gegeben, was die Verwundbarkeit der Region unterstreicht.

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