Vier Nachrichten aus Großbritannien: Skandale, Kampfjets und Wasserprivatisierung
Wichtige Fakten
- • 34.000 Verstorbene betroffen, NS&I schuldet Angehörigen 367 Mio. Pfund.
- • Ex-Verteidigungsminister Shapps trat wegen Rüstungsgeschäften von Firmenposten zurück.
- • Trump-Spender Paul Singer könnte Millionen durch Thames-Water-Deal verdienen.
- • Thames Water hat 17,6 Mrd. Pfund Schulden, Rettung steht bevor.
NS&I-Entschädigung für Hinterbliebene
Das britische Staatsunternehmen NS&I wird ab den kommenden Wochen Hinterbliebene kontaktieren, die vom verlorene-Gelder-Skandal betroffen sind. Wegen Fehlern bei der Erfassung aller Konten von Verstorbenen fordern 34.000 Angehörige 367 Millionen Pfund. Die Auszahlung soll bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein, inklusive aufgelaufener Zinsen. Die Bank hat den Fehler behoben und ein neues Verfahren eingeführt.
Shapps-Rücktritt wegen Rüstungsgeschäften
Der ehemalige konservative Verteidigungsminister Grant Shapps ist von seinem Posten bei Cambridge Aerospace zurückgetreten, nachdem ihm ein Ethikverstoß vorgeworfen wurde. Er durfte kein Verteidigungsgeschäft betreiben, doch die Firma erhielt einen Millionenauftrag für Skyhammer-Abfangraketen. Shapps bestreitet eine Beteiligung und entschuldigte sich für das Versäumnis, keine weitere Beratung eingeholt zu haben.
Thames-Water-Deal mit Trump-Spender
Eine Rettung des hochverschuldeten Wasserversorgers Thames Water durch einen Hedgefonds unter Führung von Paul Singer stößt auf Kritik. Singer, Milliardär und Trump-Unterstützer, fordert mildere Auflagen für Umwelt und Strafzahlungen. Die letztes Jahr gewährte Notkreditlinie mit bis zu 9,75% Zinsen könnte über höhere Rechnungen der Kunden finanziert werden. Die Regierung zeigt sich verhandlungsbereit, um eine Insolvenz zu vermeiden, während Labour-Politiker für eine Verstaatlichung plädieren.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.